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Was ist der Unterschied von einem Laiendefibrillator und Defibrillator?

18. Mai 2026 durch
Was ist der Unterschied von einem Laiendefibrillator und Defibrillator?
RescueHEART GmbH (intern), Kamil Beranek

Der Hauptunterschied zwischen einem Laiendefibrillator (meist als AED – Automatisierter Externer Defibrillator bezeichnet) und einem professionellen manuellen Defibrillator liegt in der Automatisierung der Diagnose und der vorgesehenen Nutzergruppe (Dondelinger, 2014; Popa et al., 2023).

Hier sind die wichtigsten Unterschiede im Detail:

1. Nutzergruppe und Anwendung

2. Rhythmusanalyse und Entscheidung

  • AED: Das Gerät analysiert den Herzrhythmus über die aufgeklebten Elektroden vollautomatisch (Tindale et al., 2021). Es erkennt selbstständig, ob ein „schockbarer Rhythmus“ (wie Kammerflimmern) vorliegt (Dondelinger, 2014). Der Anwender kann keinen Schock auslösen, wenn das Gerät diesen nicht ausdrücklich freigibt (Tindale et al., 2021).

  • Manueller Defibrillator: Hier muss der Fachanwender das EKG-Bild auf einem Monitor selbst interpretieren und entscheiden, ob eine Defibrillation notwendig ist (Tindale et al., 2021). Die Energieabgabe und der Zeitpunkt des Schocks werden manuell gesteuert (Dondelinger, 2014).

3. Funktionsumfang

4. Bauweise der Elektroden

  • AED: Verwendet immer selbstklebende Elektrodenpads, die den Hautkontakt sicherstellen und eine Analyse ermöglichen (Dondelinger, 2014).

  • Manueller Defibrillator: Kann sowohl mit Klebepads als auch mit sogenannten „Paddles“ betrieben werden (Dondelinger, 2014).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der AED dem Laien die schwierige Entscheidung abnimmt, ob ein Schock nötig ist, während der manuelle Defibrillator ein hochkomplexes Werkzeug für Profis zur umfassenden Notfallversorgung darstellt (Tindale et al., 2021; Popa et al., 2023).